Du kennst das Gefühl: Der Laden brummt, dein Barbershop ist tagtäglich gut besucht, dein Terminkalender platzt aus allen Nähten und die Kundschaft muss teilweise zwei Wochen auf einen Termin warten, um sich Haare schneiden lassen, den Bart stylen oder eine hochwertige Rasur im Salon genießen zu können. Eigentlich ein Luxusproblem für jedes Geschäft, oder? Doch irgendwann fragst du dich: Verliere ich gerade mehr neue Kunden, als ich gewinne? Genau dann steht die große Frage im Raum – ist es Zeit für einen neuen Barber oder Barbier im Team?
Die Entscheidung, wann du deinen ersten oder nächsten Mitarbeiter stellst, gehört zu den wichtigsten Weichenstellungen für deinen Barbershop, Friseursalon oder deine spezialisierte Nische innerhalb der Branche. Zu früh, und die Fixkosten belasten deine Kostenstruktur und fressen deine Marge auf. Zu spät, und frustrierte Kunden wandern zur Konkurrenz, die es in der Regel immer gibt, ab. In diesem Guide zeigen wir dir die konkreten Anzeichen, Kennzahlen und Strategien, die dir bei dieser Investition helfen – von der Auslastungsanalyse über die Kosten-Nutzen-Rechnung bis zu cleveren Alternativen zur Festanstellung im Barber-Business.
Die wichtigsten Anzeichen für Personalbedarf
Überfüllte Terminkalender und lange Wartezeiten
Wenn deine Kunden regelmäßig zwei Wochen oder länger auf einen Termin für einen Haarschnitt, eine Bartpflege oder das professionelle Schneiden von Haupthaar und Bart warten müssen, ist das ein deutliches Zeichen. Klar, eine gewisse Wartezeit zeigt, dass dein Barbershop oder Friseursalon gefragt ist und eine hochwertige Dienstleistung bietet – aber ab einem bestimmten Punkt verlierst du Kundschaft an andere Barbershops, Shops oder Friseursalons. Die magische Grenze liegt bei etwa 7–10 Tagen Wartezeit. Darüber hinaus suchen sich viele männliche Kunden Alternativen, die sie schneller bevorzugen.

"Wenn du merkst, dass du mehr Kunden wegschicken als bedienen kannst, ist das kein Qualitätsmerkmal mehr – es ist verschenktes Potenzial. Der richtige Zeitpunkt für Verstärkung ist gekommen, bevor deine Stammkunden frustriert zur Konkurrenz wechseln." – John von John Barber
Auch die Work-Life-Balance deiner bestehenden Barber spielt eine wichtige Rolle im täglichen Geschäft. Arbeiten sie regelmäßig Überstunden, können keine Pausen machen oder fehlt Zeit für Beratung, Stylen und Pflege? Das führt langfristig zu Überlastung, sinkender Motivation und mindert die hochwertige Servicequalität. Ein ausgeruhter, professionell arbeitender Barber liefert bessere Haarschnitte, geht gezielter auf Haartyp, Haarstruktur, Kopfhaut und Styles ein und hat mehr Energie für Beratung und Verkauf von Pflegeprodukten.
Umsatzpotenzial bleibt ungenutzt
Jede abgesagte Buchung und jeder Walk-in aus der Laufkundschaft, den du im Laden wegschicken musst, ist bares Geld, das deinem Umsatz entgeht. Rechne mal durch: Bei einem durchschnittlichen Haarschnitt von 30 Euro und täglich drei abgelehnten Kunden, die eigentlich Haare schneiden lassen oder ihren Bart schneiden wollten, verlierst du monatlich über 2.000 Euro Umsatz, den dein Barbershop potenziell erzielen könnte. Das würde locker das Gehalt eines neuen Barbers decken.
Besonders in den Stoßzeiten – typischerweise Freitagnachmittag und Samstag – zeigt sich der Personalmangel deutlich. Wenn du in diesen Zeitfenstern regelmäßig Kunden vertrösten musst, verschenkst du Potenzial. Diese Zeiten sind für jeden Barbershop, jede Eröffnung des Barber-Geschäfts und jedes wachsende Business Gold wert.
Wirtschaftliche Faktoren der Neueinstellung
Kosten-Nutzen-Rechnung
Bevor du einen neuen Barber einstellst, musst du die Zahlen realistisch kalkulieren. Zu den Fixkosten gehören Grundgehalt, Sozialabgaben, Urlaub und weitere Posten deiner Kostenstruktur. Variable Kosten entstehen durch Provisionen, die in der Branche gängig sind.
Der Break-even-Point liegt meist bei einer Auslastung von 60–70 %. Das bedeutet: Wenn dein neuer Mitarbeiter diese Quote erreicht, trägt er sich selbst und unterstützt dein Geschäft langfristig. Alles darüber hilft dir, deinen Umsatz zu steigern und dein Barbershop-Business stabil auszubauen.
Auslastung und Rentabilität
Für die Wirtschaftlichkeit deines Barbershops, Friseursalons oder Rasur Salons solltest du eine Mindestauslastung von 65 % anpeilen. Das klingt erstmal viel, ist aber realistisch, wenn die Nachfrage nach Haarschnitt, Bartpflege, Rasur und weiterer Dienstleistung in deinem Geschäft vorhanden ist. Gerade in einer wachsenden Branche, in der viele Männer regelmäßig Wert auf ihr gepflegtes äußeres und einen sauberen Look legen, ist diese Quote gut erreichbar. Wichtig: Plane saisonale Schwankungen im Businessplan ein. Im Sommer ist in vielen Barbershops oft mehr los als im Januar, wenn Besuche zurückgehen.
Pufferzeiten sind essentiell für einen reibungslosen Ablauf im Laden. Kalkuliere pro Kunde 5–10 Minuten extra ein für Vorbereitung, Nachbereitung, kurze Pausen und den Wechsel am Stuhl. Ein komplett durchgetakteter Tag ohne Luft führt zu Stress, schlechterer Qualität beim Haare schneiden, Bart schneiden lassen, Stylen oder Färben – und wirkt sich negativ auf das professionelle Auftreten deines Barbiers aus.
Der richtige Zeitpunkt: Kennzahlen und Metriken
Auslastungsquote als Hauptindikator
Die 80 %-Regel ist der Goldstandard im Barbershop-Business: Wenn deine bestehenden Barber konstant zu 80 % oder mehr ausgelastet sind, wird es Zeit für Verstärkung. Diese Quote lässt noch Raum für spontane Walk-ins aus der Laufkundschaft, neue Kunden, Zusatzservices wie Bartpflege oder Rasur im Salon und verhindert gleichzeitig Überlastung im Team.
Für das Tracking der Terminauslastung gibt es verschiedene Methoden. Moderne Buchungssysteme zeigen dir die Auslastung deines Shops automatisch an. Alternativ kannst du manuell zählen: Gebuchte Stunden geteilt durch verfügbare Stunden mal 100. Die Analyse deiner Buchungsdaten über die letzten drei Monate gibt dir ein realistisches Bild darüber, wie stabil dein Umsatz, deine Kundschaft und dein tägliches Geschäft wirklich sind.
Kundenzufriedenheit und Servicequalität
Schlechte Bewertungen wegen langer Wartezeiten oder gehetztem Service sind klare Alarmsignale für jeden Barbershop, Friseursalon oder Friseur. Wenn im Feedback vermehrt auftaucht, dass sich Kunden beim Haare schneiden lassen oder bei der Bartpflege abgefertigt fühlen, läuft etwas schief. Qualität geht immer vor Quantität – aber mit mehr Personal kannst du beides bieten und deinen Umsatz langfristig steigern.
Zeit für ausführliche Beratung, individuelle Styles, abgestimmte Frisuren, Bartpflege, Kopfhaut-Analyse oder eine saubere Rasur sind das, was einen guten Barbershop von der Konkurrenz abhebt. Wenn diese Dienstleistungen unter Zeitdruck leiden, verlierst du dein Alleinstellungsmerkmal innerhalb deiner Nische.
Schritte zur erfolgreichen Einstellung


1. Bedarfsanalyse durchführen
Schau dir deine aktuellen Kapazitäten genau an. Wie viele Haarschnitte schafft jeder Barber oder Friseur pro Tag? Wie viele Kunden lassen Haare schneiden, Bart schneiden oder kommen zur Bartpflege? Wo liegen die Grenzen im Tagesgeschäft? Eine realistische Bewertung ist die Basis für alles Weitere und spielt eine entscheidende Rolle bei der Planung.
Erstelle Zukunftsprognosen basierend auf deinem bisherigen Wachstum. Wenn du in den letzten sechs Monaten 20 % mehr neue Kunden hattest, wird sich dieser Trend vermutlich fortsetzen. Das Marktpotenzial in deiner Umgebung spielt ebenfalls eine Rolle – gibt es noch unerschlossene Zielgruppen, viele männliche Kunden oder neue Styles, die gefragt sind?

2. Finanzplanung anpassen
Prüfe deine Liquiditätsreserven. Die ersten drei Monate sind kritisch, bis der neue Mitarbeiter seine volle Produktivität erreicht. Du brauchst einen finanziellen Puffer für diese Anlaufphase.
Kalkuliere alle Investitionen ein: Arbeitsplatz einrichten, Equipment, Schulungen. Ein professionell ausgestatteter Barber-Arbeitsplatz kostet zwischen 3.000 und 5.000 Euro. Die Einarbeitungszeit von etwa vier Wochen, in der der neue Kollege noch nicht voll produktiv ist, musst du ebenfalls einplanen.

3. Recruiting-Strategie entwickeln
Dein Anforderungsprofil sollte klar definiert sein. Suchst du einen erfahrenen Profi oder bildest du lieber selbst aus? Beide Wege haben Vor- und Nachteile. Erfahrene Barber sind sofort einsatzbereit, kosten aber mehr. Azubis sind günstiger, brauchen aber intensive Betreuung.
Nutze verschiedene Kanäle für die Mitarbeitersuche: Social Media, Fachschulen, Jobbörsen und dein eigenes Netzwerk. Der Auswahlprozess sollte strukturiert ablaufen – vom ersten Gespräch über Probearbeiten bis zur finalen Entscheidung.

Barber Trolley Pro – Next Level Organisation – der stylische Organizer, der deinen Workspace auf ein neues Level hebt.
Häufig gestellte Fragen zu ab wann solltest du einen neuen Barber einstellen?
Sobald deine bestehenden Barber regelmäßig über 80 % ausgelastet sind, Termine länger als 7–10 Tage im Voraus ausgebucht sind und du Laufkundschaft oder neue Kunden ablehnen musst, ist der richtige Zeitpunkt für Verstärkung gekommen.
Wenn Kunden länger als 7–10 Tage auf einen Termin für Haarschnitt, Bartpflege oder Rasur warten müssen, steigt das Risiko deutlich, dass sie zur Konkurrenz wechseln. Bei Wartezeiten über zwei Wochen gehen erfahrungsgemäß 30–40 % der Neukunden verloren.
Typische Anzeichen sind Überstunden, fehlende Pausen, Zeitdruck bei Beratung und Bartpflege sowie sinkende Servicequalität. Häufen sich Bewertungen mit Aussagen wie „gehetzt“ oder „keine Zeit für Beratung“, ist zusätzliche Verstärkung dringend ratsam.
Ein neuer Barber trägt sich in der Regel ab einer Auslastung von 60–70 % selbst. Alles darüber steigert den Umsatz deines Barbershops und verbessert gleichzeitig Servicequalität und Kundenzufriedenheit.
Stuhlmiete ist besonders sinnvoll in der Wachstumsphase, bei unsicherer Nachfrage oder direkt nach der Barbershop-Eröffnung. Du minimierst dein finanzielles Risiko, während der selbstständige Barber für seine eigene Auslastung verantwortlich ist.
Ein gut ausgelasteter Barber kann monatlich 4.000–6.000 Euro Umsatz erzielen – abhängig von Preisniveau, Dienstleistungen (Haarschnitt, Bartpflege, Rasur) und Standort. Gleichzeitig verhinderst du Umsatzverluste durch abgelehnte Termine.
Wenn dein Terminkalender voll ist und Kunden regelmäßig warten müssen, ist Personalaufbau meist nachhaltiger als sofortige Preiserhöhungen. Mehr Barber bedeuten mehr Kapazität, bessere Servicequalität und langfristig stabileren Umsatz.
Idealerweise wertest du deine Buchungsdaten monatlich aus. Spätestens alle drei Monate solltest du prüfen, ob Auslastung, Wartezeiten und Kundenzufriedenheit darauf hindeuten, dass ein neuer Barber notwendig wird.
Die Entscheidung, wann du einen neuen Barber einstellen solltest, hängt von mehreren klaren Faktoren ab. Wenn deine Kunden länger als 7-10 Tage auf Termine warten müssen, dein Team konstant über 80% ausgelastet ist und du regelmäßig Walk-ins ablehnen musst, ist der Zeitpunkt gekommen. Die wirtschaftliche Rechnung spricht für sich: Drei abgelehnte Kunden täglich bedeuten über 2.000 Euro Umsatzverlust pro Monat – genug für ein neues Teammitglied. Ob Festanstellung, Stuhlmiete oder Kooperation – wichtig ist, dass du handelst, bevor die Servicequalität leidet und Kunden zur Konkurrenz abwandern. Dein Barbershop soll schließlich für Kreativität und erstklassigen Service stehen, nicht für lange Wartezeiten. Pack es an und lass deinen Shop wachsen!
Quellen:
- Friseur- und Kosmetikverband Deutschland – Branchenzahlen und Trends
https://www.friseurhandwerk.de/statistiken-zahlen-fakten - IHK Leitfaden: Personalplanung für Kleinunternehmen
https://www.ihk.de/blueprint/servlet/resource/leitfaden-personalplanung.pdf - Studie zur Kundenzufriedenheit im Friseurhandwerk 2023 – Handwerkskammer
https://www.hwk.de/studie-kundenzufriedenheit-2023 - Arbeitsrecht für Friseure und Barbiere – Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst
https://www.bgw-online.de/arbeitsrecht-friseure - Betriebswirtschaftliche Kennzahlen im Friseurhandwerk – Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks
https://www.friseurhandwerk.de/betriebswirtschaft/kennzahlen






